Hintergrund


Die Idee zu AN DIESEM EINEN TAG ist genau genommen durch einen Zufall entstanden. Wie das halt so ist.

 

Man trifft sich mit Freunden, trinkt gemütlich ein Bier und redet über Gott und die Welt und so geschah es auch an diesen einen Abend, als wir uns über den 11. September 2001 unterhalten haben. Aber, nicht nur darüber haben wir gesprochen sondern auch über das Geiseldrama von Gladbeck, Tschernobyl sowie den Mauerfall.

 

Nach und nach fiel uns auf, dass nicht nur wir uns ganz klar und genau an diese Ereignisse erinnern. Sondern je öfter wir uns mit verschiedensten Menschen darüber unterhielten, umso mehr fiel uns auf, wie genau sich der Mensch AN DIESEN EINEN TAG erinnert.

 

Nicht die Nachrichtenbilder brannten sich in unser Bewusstsein, sondern wie bei einem Tagebuch, die Empfindungen, der Tagesablauf, die Gedanken und das ungewisse Gefühl wie es weiter geht. 

 

Dabei spielte es überhaupt keine Rolle mit wem wir uns unterhielten. Ob mit Freunden, Kollegen oder Bekannten. Diese Ereignisse, scheinen eine Art Kollektiverinnerung zu sein, nur jeder hatte dazu seine eigene Geschichte. Alle erinnerten sich ziemlich genau an diesen einen Moment, und wussten was sie an diesem einen Tag gemacht, erlebt und gefühlt haben und wo sie zu diesem Zeitpunkt waren.

 

Sie alle hatten eine Geschichte dazu zu erzählen. Und wir hatten den Eindruck, als wäre es erst gestern passiert. Diese Ereignisse im späten 20. Jahrhundert sowie zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit ihren Erinnerungen an sie, sind nicht verblasst und schon gar nicht verschwunden. 

Warum machen wir den Film?


 

"Dieses Desaster ist das Resultat eines uneingeschränkten Glaubens an die Weisheit des freien Markts, der Priorisierung von Profiten über Sicherheit und der Ignoranz der wissenschaftlichen Belege für den Klimawandel."

("Diese Katastrophe ist menschengemacht." Eine Kolumne von Heike Buchter/ Zeit Online)

 

 

Was hat sich von heute zu damals verändert und wieso fühlten wir uns betroffen, obwohl wir nicht unmittelbar betroffen gewesen sind? Was hat sich durch Corona verändert? Und begreifen wir dieses Mal diesen tiefen Ausschlag auf unserer Zeitachse möglicherweise als Chance zum Umdenken und Handeln?  

 

 

Unsere Protagonisten in AN DIESEM EINEN TAG konfrontieren das Publikum mit ihren persönlichen Erinnerungen und Fragestellungen an die globalen Ereignisse sowie mit einem vorsichtigem Ausblick in unsere Zukunft. Leben wir in einer Filterblase?

 

  • Wie können wir die Taktzahl an Informationen und Nachrichten verringern und einen gesunden Umgang mit den Medien wieder herstellen?
  •  Wollen wir als Individuum wirklich Nachrichtenjunkies sein?
  •  Welche Auswirkungen hat unser Umgang mit dem Nachrichtentsunami, der Informationsflut und den eigenen Wahrheiten auf unsere Gesellschaft?

 

 

AN DIESEM EINEN TAG möchte wachrütteln, Impulse setzen und ein stückweit zu einem Bewusstsein bewegen, dass wir sehr wohl Einfluss auf unsere Zeitachse haben. Wir müssen uns nur klar werden, was wir überhaupt wollen und wohin wir wollen.